in meinem neuen Video erzähle ich euch alles über unsere Fütterungs-Routine zwischen Stillen, Pumpen und PreNahrung. Ich finde das ganze als Video angenehmer, da ich alles besser erzählen kann. Falls es euch interessiert, schaut es euch gern an.
Darin geht es um die richtige Nahrung, welche Flaschen für uns die Besten sind und wie man sie am Besten reinigt. Natürlich erzähle ich auch noch etwas dazu, wie ich es unterwegs handhabe.
ich hatte auf Instagram bereits einen Einblick in unsere Morgenroutine gegeben und dachte, dass es auch ein guter Beitrag für mein Blog wäre.
Eine richtige Routine haben wir erst seitdem mein Freund wieder arbeitet. Die ersten zwei Wochen nach der Geburt hatte er Urlaub und war Zuhause um mich zu unterstützen und sich mit um unseren kleinen Schatz zu kümmern.
Vier Wochen arbeitet er nun wieder und wir haben uns mittlerweile gut eingelebt, sodass wir eine Art Routine schaffen konnten. Natürlich ist es nicht jeden Tag routiniert und mit Routine meine ich, sofern es eine Routine mit einem Säugling geben kann :)
Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker meines Freundes und der übernimmt somit die erste Wickelschicht. Danach bringt er mir Bennett wieder ins Bett und ich stille ihn. Wie ihr vielleicht wisst, muss ich mit Pre Nahrung zufüttern. Morgens reicht die Muttermilch aber noch aus, um ihn zu sättigen. Noch bevor der Herr zur Arbeit fährt kocht er das Wasser für den Tag ab, sodass ich beim späteren Aufstehen Zeit spare und Bennett nicht so lange warten muss, bis seine Flasche die richtige Temperatur hat.
Zwischen 8 und 9 Uhr morgens wird dann wirklich aufgestanden. Es wird im Bett nochmal gestillt und ich gehe kurz ins Bad, mache danach die Flasche fertig und mir nebenbei einen Kaffee. Dann hole ich Bennett aus seinem Beistellbett und wickle/wasche ihn. Meistens ziehe ich ihn dann noch nicht komplett an, da er ja noch die Flasche bekommt und sich oft anspuckt. Nach dieser Mahlzeit bleibt er fast immer ein paar Stunden wach und will beschäftigt werden. Er ist nicht gerade ein Morgenmensch und meckert zu dieser Zeit viel. Dementsprechend sehe ich noch aus wie eine Vogelscheuche bis nach der zweiten Mahlzeit. Die bekommt er ca. 2 Stunden nach der ersten Flasche und schläft zufrieden ein. Dann habe ich ein wenig Zeit mich komplett fertig zu machen, manchmal zu frühstücken und die ersten Aufgaben im haushält zu erledigen. Das klappt so ganz gut. Natürlich gibt es aber auch Tage, da klappt gar nichts, er schreit bis zum Mittag und alles bleibt liegen. Ich versuche mir keinen Stress damit zu machen, wenn es hier aussieht wie eine Müllhalde, aber ehrlicherweise stresst es mich sehr und meine Laune sinkt dann ins Bodenlose. Das ist nicht schön, aber ich will einfach ehrlich mit euch sein. Die meisten Tage jedoch läuft es ganz gut mit Bennett und mir zuhause. Wenn er wieder wach wird, gibt es wieder Futti. Erst wird gestillt und danach entweder abgepumpte Milch oder ein Fläschchen. Wenn er satt ist, wickle ich ihn und ziehe ihn an. Dann sind wir fertig für den Tag und können das Haus verlassen, wenn wir wollen und das nordische Wetter mitspielt.
Wie ist eure Morgen Routine mit Baby? Habt ihr euch schon gut eingelebt?
In meinem neuen Leben als Mama habe ich schnell für mich gemerkt - Make Up hat nicht mehr so eine große Bedeutung wie vorher. Jede Sekunde zählt morgens und alles was über 5 Minuten hinausgeht ist purer Luxus. So hat sich also einiges verändert. Ich bin nun ein Abendduscher geworden, da der Papa in Ruhe aufpassen kann. Make Up, oder das was ich neuerdings Make Up nenne, schaffe ich vielleicht 3 mal in der Woche. Ich bewundere die Frauen, die es schaffen sich mit einem Neugeborenen noch falsche Wimpern aufzukleben, geschweige denn ein Augenmakeup zu zaubern. Davon sind Bennett und ich noch meilenweit entfernt. Aber wir üben auch erst 4 gemeinsame Lebenswochen, es eilt also nicht.
Ihr könnt euch also vorstellen, dass die Erfindung einer getönten Tagescreme in einer Dose Menschen wie mir einfach den Arsch rettet. Oder in diesem Fall das Gesicht.
Ihr denkt euch, ok, Cushion Make Up ist sowas von 2016... Aber getönte Tagespflege? Kannte ich bis jetzt noch nicht.
Nun aber zum Produkt!
Ich habe das Nivea 3in1 Pflege Cushion bei unserem Drogeriemarkt entdeckt und selbst gekauft. 15g kosteten 16,99€ - stolzer Preis, wenn ich die anderen Cushion Make Ups zum Vergleich heranziehe.
Das Besondere an dem Produkt ist laut Nivea, dass es mit Hyaluronsäure angereichert ist und die Haut zusätzlich 24 Stunden mit Feuchtigkeit versorgt. Man soll also jung und frisch aussehen. Genau das richtige für alle müden Muttis und natürlich alle anderen, die keine starke Deckkraft suchen.
Das Produkt gibt es in drei Farbtönen, wobei ich mich für Hell entschieden habe. Der Farbton ist leicht gelbstichig, was sehr gut zu meiner Haut passt, da ich einen gelben Unterton habe.
Erster Gedanke beim Öffnen: "Ich liebe den Geruch"
Ich weiß nicht, ob ihr noch die Nivea Make Up Theke bei Rossmann kennt, das ist bestimmt schon 12 Jahre her, dass es das gab. Ich habe das Make Up von Nivea geliebt. Und der Geruch ist heute noch der gleiche. Richtig frisch und irgendwie leicht nach Sonnencreme.
Ich trage das Produkt mit einem Make Up Ei auf. Die Schwämme in solchen Produkten taugen meiner Meinung nach nie etwas. Ich mag die Einfachheit des Produktes. Auftragen, fertig. Das schaffe sogar ich an einem schlechten Tag. Es hat eine ganz leichte Deckkraft, die man gut schichten kann. Aber es muss klar sein, dass es eben keine Foundation ist und somit nur bedingt abdeckt. Ich habe zur Zeit ziemlich reine Haut, deswegen ist es für mich kein Problem. Kleine Unebenheiten werden kaschiert. Pickel oder starke Rötungen schafft das Produkt nicht. Muss es aber auch nicht, denn dafür ist es nicht gemacht.
Es fühlt sich leicht auf der haut an und ich sehe tatsächlich frischer aus als zuvor. Das Finish ist, wie man es bei einer getönten Tagescreme erwartet, satin-ähnlich. Also nich matt, aber man glänzt auch nicht. Fettige Haut muss definitiv danach noch abgepudert werden. Bei meiner normalen Haut ist es auch nach Stunden nicht nötig. Gut finde ich, dass man das Produkt immer wieder nachtragen kann. Sofern nicht gepudert wurde, kann man im Laufe des Tages immer wieder auftragen, ohne dass es fleckig wird. Ehrlicherweise mache ich das aber nicht. Mal sehen wie es wird, wenn die Temperaturen richtig steigen. LSF15 ist übrigens mit drin.
ungeschminkte Wahrheit...
erträglicherer Anblick ;)
Fazit: Ich bin begeistert, weil es meine Bedürfnisse als Neumama absolut befriedigt und das mit kleinstem Aufwand. Meine Hände bleiben frei von Make Up und wenn dem Kleinen ein Pups quer sitzt, bin ich trotzdem in Nullkommanix zur Stelle. Ich seh etwas erholter aus und fühle mich ansehnlich, ohne dass mein Gesicht zu doll geschminkt ist. Das mag ich nämlich momentan nicht so gern, da man beim Kuscheln immer auch am Gesicht des Kindes ist. Nennt mich da altmodisch, aber solange er so winzig ist, möchte ich das nicht.
Den Preis finde ich trotzdem zu hoch.
Für meinen restlichen Mama Look benutze ich wieder schnelle Produkte. Der Corrector von Bobbi Brown deckt auch meine dunkelsten Augenringe so gut es geht ab und das Patrice Rouge in der Farbe 20 zaubert mir etwas Frische ins Gesicht. Pfirsischtöne funktionieren bei mir am besten um wieder richtig lebendig auszusehen.
Da ich meine Augenbrauen regelmäßig färbe, reicht ein schneller Zug mit dem Augenbrauenstift von Maybelline. Meine absolute Lieblingsmascara öffnet die Augen und macht einen wacheren Blick. Wenn ich das Haus verlasse, trage ich noch einen Lippenstift von Mac auf, damit das Gesamtbild stimmt. Hier habe ich die Farbe Creme Cup verwendet. Aber da wechsle ich regelmäßig. Hauptsache Nude. Das alles habe ich in 6-8 Minuten erledigt.
Hier das Ganze nochmal im Videoformat von meinem YouTube Channel
Die ist wohl einer der meistgenutzten Sätze bei Instagram Neumamas.
Mir war bereits lange Zeit vor der Schwangerschaft klar, wenn ich ein Baby bekomme, möchte ich es auch stillen. Ich möchte die Nähe zu meinem Kind und die Vorteile von der eigenen Gewichtsabnahme sind natürlich auch nicht von der Hand zu weisen.
Ich habe mir nie groß Gedanken darüber gemacht, ob es Probleme geben könnte.
2 Wochen nach der Geburt kann ich euch sagen, ja, Stillen ist Liebe, aber Stillen ist auch nicht so einfach. Ich bin an meine Grenzen gekommen, wollte aufgeben und habe die ein oder andere Träne vergossen.
Bereits am Tag der Geburt gab es Schwierigkeiten mit dem Stillen. Der kleine Mann konnte seinen Mund nicht weit genug öffnen und hat es nicht hinbekommen an der Brust zu trinken. Ich war wirklich sehr verzweifelt und es kam dazu, dass die Hebammen im Krankenhaus wenig Einfühlungsvermögen zeigten. Anstatt mir richtige Techniken zu zeigen, versuchten sie ihn ein paar mal rabiat anzulegen, gaben aber relativ schnell auf. "Er kann es nicht" bekam ich zu hören und fühlte mich miserabel.
Ich bekam also eine Spritze in die Hand gedrückt und sollte die Milch aus der Brust massieren und ihn per Spritze füttern. 1ml mehr kam nicht. Und wieder fühlte ich mich hundeelend, wie ein Versager. Niemand sagte mir, dass es normal ist, dass es bei manchen etwas länger dauert. Sowohl die Milchproduktion als auch das Trinken Lernen. Ein besonders nettes Exemplar an Hebamme probierte ihn 2 mal anzulegen und sagte dann, ich solle abpumpen gehen, ich könne nicht stillen, meine Brustwarzen seien außerdem zu flach. Wow. Ich war wirklich sauer und gleichzeitig so hilflos. Man möchte als Neumama alles richtig machen und die Hormone spielen noch komplett verrückt, da kann man sich vorstellen, was in einem vorgeht.
Ich ging also Milch abpumpen und die Menge steigerte sich auf 3ml, die ich ihm ebenfalls per Spritze gab. Damit war das Thema durch und ich bekam meine eigene Milchpumpe für Zuhause. Die Vertreterin von Medela, die sie mir überreichte, begrüßte uns mit dem Worten "Hier klappt also das Stillen nicht!"
Der Kleine war gerade mal ein Tag alt... Ich machte mir immer mehr Vorwürfe und fragte mich, welche Mutter ihr eigenes Kind nicht versorgen kann. Totaler Blödsinn im Nachhinein!
Am Dienstag ließen wir uns aus dem Krankenhaus entlassen. Die U2 verlief super, bei mir war auch alles den Umständen entsprechend gut, also konnten wir gehen. Ich pumpte Milch ab und fütterte weiter mit Spritze. Jedes mal kam etwas mehr Milch und ich war stolz wie Oskar, als ich 20ml und mehr erreichte. Bennett trank nun zwischendurch auch von der Brust, wenn auch nie lange, aber den Mund konnte er immer weiter öffnen und saugen klappte gut.
Mittwochs kam das erste mal meine Nachsorgehebamme. Sie guckte sich meine Brust an und konnte nicht verstehen, warum mir gesagt wurde, dass meine Brustwarzen nicht stilltauglich seien. Sie zeigte mir wie ich ihn richtig anlege und siehe da: er hat 15 Minuten getrunken. Ich war so glücklich. Ich stillte ihn nun alle 3 Stunden an abwechselnder Brust und pumpte danach zusätzlich Milch ab, um die Produktion noch mehr anzuregen. Anfangs musste Sven mir beim Anlegen noch helfen, danach klappte es immer besser alleine. Da der Kleine nicht mehr Pipi machte, mussten wir abends nochmal ins Krankenhaus zur Untersuchung. Ich stillte ihn im Behandlungszimmer und die Schwester kam und sagte ich solle ein Stillhütchen benutzen, da meine Brustwarze so flach sei und es beim Stillen Probleme gegeben hätte (stand ja so in meiner Krankenhausakte). Ich sagte ihr, dass die Probleme nur anfangs waren und es mittlerweile gut klappte. Sie dachte wohl, dass ich Ausreden suchte und "verkaufte" mir das Stillhütchen. Ich verstand es nicht und widersprach eine Zeit lang, bis ich widerwillig das Stillhütchen benutzte.
GANZ GROßER FEHLER!
Ich bin die Mutter und weiß was das Beste ist und ich hätte mir nicht reinreden lassen sollen. Das weiß ich nun und werde nur noch auf mein Bauchgefühl hören. Es gab keinerlei Grund für ein Stillhütchen und das bestätigte meine Hebamme am nächsten Tag nochmal.
Ich konnte nun auch mit dem Abpumpen aufhören, da er problemlos alle 3 Stunden an beiden Brüsten trank.
Obwohl er so gut und lange an der Brust trinkt, hat er sein Geburtsgewicht leider noch nicht erreicht. Der aktuelle Grund ist wohl, dass nicht genug Milch beim Trinken kommt, obwohl 20 Minuten pro Brust getrunken wird und ganz offensichtlich bis zum Ende auch Milch da ist. Nun bekomme ich Bockshornklee Kapseln, um die Milchproduktion zu steigern. Mache mir wieder Vorwürfe, warum meine Milch nicht mehr reicht. Ich muss in den kommenden Tagen mit Pre Nahrung zufüttern, denn das Wichtigste ist, dass der Kleine sein Geburtsgewicht erreicht und das kann nicht auf die Milchproduktion warten. Mein aktueller Stillablauf ist alle drei Stunden pro Brust 10 Minuten stillen und danach gibt es Pre Nahrung, um seinen Bedarf komplett sättigen zu können. Sobald ich wieder mehr Milch habe, kann ich auf die Pre Nahrung verzichten und er wird wieder vollgestillt. Ich versuche mir nicht so einen Druck zu machen und dumme Kommentare aus der Verwandtschaft zu ignorieren. Ich bin die Mutter und weiß was das Beste für mein Kind ist. Ich vertraue meiner Hebamme voll und ganz. Woher soll jemand wissen was gut für mein Kind ist, der es gar nicht wirklich kennt?
Stillen ist eine emotionale Achterbahn. Man ist glücklich, dass es klappt, möchte weinen vor Schmerz, wenn man den Kleinen an eine wunde Brustwarze anlegt und man macht sich Vorwürfe, wenn es nicht läuft. Als Mutter macht man sich eben immer Gedanken. Aber so schwer es auch fällt, man muss das Ganze lockerer sehen. Man gibt sein Bestes, egal ob Stillen, Zufüttern oder reine PreNahrung.
Ja, Stillen ist Liebe! Aber man liebt sein Kind nicht weniger, wenn man ihm eine Flasche gibt. Es ist nicht selbstverständlich, dass Stillen funktioniert und die Gesellschaft sollte aufhören Müttern ein schlechtes Gefühl zu geben, wenn sie nicht stillen wollen oder eben können.
EDIT 02.05.2018: In dem Video gibt es ein Update zu meiner aktuellen Still und Zufütter Routine
ich melde mich heute nun auch mal zurück. Wie ihr euch denken könnt, oder auf Instagram verfolgen konntet, ist unser kleiner Babybär geboren und wir sind endlich komplett. Lange haben wir auf diesen tag gewartet und doch ging es auf einmal alles ganz schnell. Am Sonntag ist unser Schatz 2 Wochen auf der Welt und es wird Zeit meinen Geburtsbericht mit euch zu teilen. Ich hoffe ihr lest solche berichte genauso gern wie ich.
Eine Woche vor unserem ET wurde ich krank. Ich hatte Fieber und mir ging es wirklich gar nicht gut. Das Fieber lies sich auch mit Paracetamol nicht senken und ich war mit den Nerven am Ende. Wie sollte ich eine Geburt durchstehen, wenn ich nicht mal aufstehen konnte ohne Schüttelfrost zu bekommen?
Der Samstag kam und somit auch der errechnete ET. Der 17.03.2018. Endlich ging es mir besser, der erste Tag mit lediglich erhöhter Temperatur und ich konnte nachmittags sogar noch gut schlafen. Ich war total optimistisch die nächsten Tage noch Energie für die Geburt zu sammeln, denn er würde jetzt ja noch nicht kommen. Also lümmelte ich den Tag auf der Couch und abends kuschelte sich Sven auch noch mit auf die Couch.
22:00 Uhr - Wir schauten einen Liebesfilm, der gerade im TV lief, als ich das Gefühl hatte in die Hose gemacht zu haben. Da ich so viel Husten hatte, habe ich mir erstmal nichts dabei gedacht, bin zur Toilette. Ich rief nach Sven und war total perplex, als ich ihm sagte:" Entweder habe ich mir grad in die Hose gemacht oder meine Fruchtblase ist geplatzt!"
Ich lief im bad ohne Hose herum und wurde nervös, weil nichts mehr kam. Dann der nächste Schwall und es war klar: Die Fruchtblase war wirklich geplatzt! Ich ging schnell duschen, während Sven unsere Sachen packte und zum Auto brachte. Mein einziger Gedanke war: Wie polstere ich mich aus, dass die Hose trocken bleibt? Darüber hatte ich bis dato noch nicht groß nachgedacht. Ich packte also mehrere Wöchnerinnen Einlagen in meine Hose und hoffte auf das Beste. Auf dem Weg zum Krankenhaus war ich total aufgeregt und konnte es noch gar nicht glauben. Einerseits war ich so froh, dass es losgeht, andererseits hatte ich Angst, was jetzt auf mich zukommt, denn Wehen hatte ich noch keine und eine Einleitung wollte ich auf keinen Fall.
Im Krankenhaus angekommen (23 Uhr), gingen wir direkt zum Kreißsaal und ich kam ans CTG. Ich spürte ganz leichte Unterleibsschmerzen, aber Wehen waren das noch nicht. Ich wurde über eine mögliche Einleitung aufgeklärt und wir durften dann unser Familienzimmer beziehen. Wenn nichts passiert, sollte ich am nächsten morgen einfach wieder hoch zum Kreißsaal kommen. Mittlerweile war es 0:00 Uhr. Wir bekamen noch etwas kleines zu essen aufs Zimmer und ich sollte noch etwas Kraft für die Geburt sammeln. Das war leichter gesagt als getan, denn kurze Zeit später fingen die Wehen an. Ich kann den Schmerz kaum in Worte fassen. Es war sehr heftig und fühlte sich an wie die schlimmsten Unterleibsschmerzen meines Lebens. Wegatmen war gar nicht mehr möglich und wir waren erst bei alle 7-6 Minuten. Ich versuchte es auszuhalten, aber um 6 Uhr morgens hielt ich es nicht mehr aus. ich weckte Sven und wir brauchten Ewigkeiten, bis wir die Treppen zum Kreißsaal erklommen hatten. Die Hebamme erwartete uns schon und sagte, sie hätte früher mit mir gerechnet.
Ich kam wieder an das CTG und der Muttermund wurde abgetastet. 3cm!
Ich verlangte nach einer PDA und um 7 Uhr bekam ich sie. Ich empfand die PDA als sehr unangenehm, aber als sie wirkte war ich so glücklich. Die Wehen waren auszuhalten und ich konnte sogar noch etwas schlafen. Meine Beine waren total kribbelig und ich konnte entspannen. Was ich nicht wusste war, dass man die Blase dann mit dem Katheter entleeren muss. Aber auch das war nicht schlimm. Sven war die ganze Zeit bei mir und ich war guter Dinge. Um ca. 10 Uhr war der MM bei 6-7cm. Ich wechselte vom Liegen ins Knien und lehnte mich mit dem Kopf an die Kopflehne des Bettes. Ich fühlte langsam den Druck nach unten. Bei der nächsten Untersuchung war der MM komplett offen und ich bekam einen Wehentropf, da die Wehen etwas zurückgegangen waren.
Auf einmal ging alles ganz ganz schnell. Ich legte mich auf die Seite, da ich im Knien kein Kind bekommen wollte. Es fühlte sich für mich nicht richtig an. Als es also auf die Seite ging, dachte ich, ich bleib jetzt noch etwas so liegen, aber nein. Die Hebammen sagten, mit der nächsten Wehe sollte ich nach unten pressen. Ich war richtig geschockt und dachte ich hätte noch Zeit. Und wie nach unten drücken? Wo ist unten? Zack schrien mich beide an:" Schieb schieb schieb" und ja das tat ich. 2-3 Wehen vergingen, als es plötzlich hieß "STOP, nicht mehr pressen!!" Mein Herz rutschte in die Hose und ich hatte wahnsinnige Angst um mein Baby. Aber es war alles gut, er hatte die Hand mit an seinem Kopf und die musste erstmal wieder eingedrückt werden. Das Fruchtwasser war grün, anscheinend fand der Kleine die Geburt etwas stressig.
Mit der 5. Presswehe war er dann auch schon da und ich heulte ohne Ende. ich habe noch sie etwas wundervolles erlebt. Ich bekam ihn auf die Brust gelegt. Dieses zarte perfekte Wesen. 11.59 Uhr 51cm, 3285g und 35cm Kopfumfang. Pure Liebe, die nur eine Mutter nachempfinden kann.
Sven schnitt die Nabelschnur durch und wir kuschelten ganz viel. Dann kam noch die Plazenta, die wir uns ganz genau anguckten. Vor der Geburt sagte ich immer, ich will das gar nicht so genau sehen, aber man ist dann doch sehr neugierig und will wissen, was den Kleinen Menschen versorgt hat.
Danach musste ich leider noch genäht werden, da ich einen Dammriss 1. Grades hatte. Es zwickte etwas, aber dank der PDA war es gut auszuhalten.
Das waren die intensivsten 14 Stunden, die ich erlebt habe. 14 Stunden, die mich von meiner großen Liebe trennten. Ich könnte beim Schreiben schon wieder weinen, weil ich so glücklich bin.
Interessiert euch ein Blog Post darüber, wie es mir nach der Geburt ergangen ist?