in meinem neuen Video erzähle ich euch alles über unsere Fütterungs-Routine zwischen Stillen, Pumpen und PreNahrung. Ich finde das ganze als Video angenehmer, da ich alles besser erzählen kann. Falls es euch interessiert, schaut es euch gern an.
Darin geht es um die richtige Nahrung, welche Flaschen für uns die Besten sind und wie man sie am Besten reinigt. Natürlich erzähle ich auch noch etwas dazu, wie ich es unterwegs handhabe.
ich hatte auf Instagram bereits einen Einblick in unsere Morgenroutine gegeben und dachte, dass es auch ein guter Beitrag für mein Blog wäre.
Eine richtige Routine haben wir erst seitdem mein Freund wieder arbeitet. Die ersten zwei Wochen nach der Geburt hatte er Urlaub und war Zuhause um mich zu unterstützen und sich mit um unseren kleinen Schatz zu kümmern.
Vier Wochen arbeitet er nun wieder und wir haben uns mittlerweile gut eingelebt, sodass wir eine Art Routine schaffen konnten. Natürlich ist es nicht jeden Tag routiniert und mit Routine meine ich, sofern es eine Routine mit einem Säugling geben kann :)
Um 5.30 Uhr klingelt der Wecker meines Freundes und der übernimmt somit die erste Wickelschicht. Danach bringt er mir Bennett wieder ins Bett und ich stille ihn. Wie ihr vielleicht wisst, muss ich mit Pre Nahrung zufüttern. Morgens reicht die Muttermilch aber noch aus, um ihn zu sättigen. Noch bevor der Herr zur Arbeit fährt kocht er das Wasser für den Tag ab, sodass ich beim späteren Aufstehen Zeit spare und Bennett nicht so lange warten muss, bis seine Flasche die richtige Temperatur hat.
Zwischen 8 und 9 Uhr morgens wird dann wirklich aufgestanden. Es wird im Bett nochmal gestillt und ich gehe kurz ins Bad, mache danach die Flasche fertig und mir nebenbei einen Kaffee. Dann hole ich Bennett aus seinem Beistellbett und wickle/wasche ihn. Meistens ziehe ich ihn dann noch nicht komplett an, da er ja noch die Flasche bekommt und sich oft anspuckt. Nach dieser Mahlzeit bleibt er fast immer ein paar Stunden wach und will beschäftigt werden. Er ist nicht gerade ein Morgenmensch und meckert zu dieser Zeit viel. Dementsprechend sehe ich noch aus wie eine Vogelscheuche bis nach der zweiten Mahlzeit. Die bekommt er ca. 2 Stunden nach der ersten Flasche und schläft zufrieden ein. Dann habe ich ein wenig Zeit mich komplett fertig zu machen, manchmal zu frühstücken und die ersten Aufgaben im haushält zu erledigen. Das klappt so ganz gut. Natürlich gibt es aber auch Tage, da klappt gar nichts, er schreit bis zum Mittag und alles bleibt liegen. Ich versuche mir keinen Stress damit zu machen, wenn es hier aussieht wie eine Müllhalde, aber ehrlicherweise stresst es mich sehr und meine Laune sinkt dann ins Bodenlose. Das ist nicht schön, aber ich will einfach ehrlich mit euch sein. Die meisten Tage jedoch läuft es ganz gut mit Bennett und mir zuhause. Wenn er wieder wach wird, gibt es wieder Futti. Erst wird gestillt und danach entweder abgepumpte Milch oder ein Fläschchen. Wenn er satt ist, wickle ich ihn und ziehe ihn an. Dann sind wir fertig für den Tag und können das Haus verlassen, wenn wir wollen und das nordische Wetter mitspielt.
Wie ist eure Morgen Routine mit Baby? Habt ihr euch schon gut eingelebt?
Die ist wohl einer der meistgenutzten Sätze bei Instagram Neumamas.
Mir war bereits lange Zeit vor der Schwangerschaft klar, wenn ich ein Baby bekomme, möchte ich es auch stillen. Ich möchte die Nähe zu meinem Kind und die Vorteile von der eigenen Gewichtsabnahme sind natürlich auch nicht von der Hand zu weisen.
Ich habe mir nie groß Gedanken darüber gemacht, ob es Probleme geben könnte.
2 Wochen nach der Geburt kann ich euch sagen, ja, Stillen ist Liebe, aber Stillen ist auch nicht so einfach. Ich bin an meine Grenzen gekommen, wollte aufgeben und habe die ein oder andere Träne vergossen.
Bereits am Tag der Geburt gab es Schwierigkeiten mit dem Stillen. Der kleine Mann konnte seinen Mund nicht weit genug öffnen und hat es nicht hinbekommen an der Brust zu trinken. Ich war wirklich sehr verzweifelt und es kam dazu, dass die Hebammen im Krankenhaus wenig Einfühlungsvermögen zeigten. Anstatt mir richtige Techniken zu zeigen, versuchten sie ihn ein paar mal rabiat anzulegen, gaben aber relativ schnell auf. "Er kann es nicht" bekam ich zu hören und fühlte mich miserabel.
Ich bekam also eine Spritze in die Hand gedrückt und sollte die Milch aus der Brust massieren und ihn per Spritze füttern. 1ml mehr kam nicht. Und wieder fühlte ich mich hundeelend, wie ein Versager. Niemand sagte mir, dass es normal ist, dass es bei manchen etwas länger dauert. Sowohl die Milchproduktion als auch das Trinken Lernen. Ein besonders nettes Exemplar an Hebamme probierte ihn 2 mal anzulegen und sagte dann, ich solle abpumpen gehen, ich könne nicht stillen, meine Brustwarzen seien außerdem zu flach. Wow. Ich war wirklich sauer und gleichzeitig so hilflos. Man möchte als Neumama alles richtig machen und die Hormone spielen noch komplett verrückt, da kann man sich vorstellen, was in einem vorgeht.
Ich ging also Milch abpumpen und die Menge steigerte sich auf 3ml, die ich ihm ebenfalls per Spritze gab. Damit war das Thema durch und ich bekam meine eigene Milchpumpe für Zuhause. Die Vertreterin von Medela, die sie mir überreichte, begrüßte uns mit dem Worten "Hier klappt also das Stillen nicht!"
Der Kleine war gerade mal ein Tag alt... Ich machte mir immer mehr Vorwürfe und fragte mich, welche Mutter ihr eigenes Kind nicht versorgen kann. Totaler Blödsinn im Nachhinein!
Am Dienstag ließen wir uns aus dem Krankenhaus entlassen. Die U2 verlief super, bei mir war auch alles den Umständen entsprechend gut, also konnten wir gehen. Ich pumpte Milch ab und fütterte weiter mit Spritze. Jedes mal kam etwas mehr Milch und ich war stolz wie Oskar, als ich 20ml und mehr erreichte. Bennett trank nun zwischendurch auch von der Brust, wenn auch nie lange, aber den Mund konnte er immer weiter öffnen und saugen klappte gut.
Mittwochs kam das erste mal meine Nachsorgehebamme. Sie guckte sich meine Brust an und konnte nicht verstehen, warum mir gesagt wurde, dass meine Brustwarzen nicht stilltauglich seien. Sie zeigte mir wie ich ihn richtig anlege und siehe da: er hat 15 Minuten getrunken. Ich war so glücklich. Ich stillte ihn nun alle 3 Stunden an abwechselnder Brust und pumpte danach zusätzlich Milch ab, um die Produktion noch mehr anzuregen. Anfangs musste Sven mir beim Anlegen noch helfen, danach klappte es immer besser alleine. Da der Kleine nicht mehr Pipi machte, mussten wir abends nochmal ins Krankenhaus zur Untersuchung. Ich stillte ihn im Behandlungszimmer und die Schwester kam und sagte ich solle ein Stillhütchen benutzen, da meine Brustwarze so flach sei und es beim Stillen Probleme gegeben hätte (stand ja so in meiner Krankenhausakte). Ich sagte ihr, dass die Probleme nur anfangs waren und es mittlerweile gut klappte. Sie dachte wohl, dass ich Ausreden suchte und "verkaufte" mir das Stillhütchen. Ich verstand es nicht und widersprach eine Zeit lang, bis ich widerwillig das Stillhütchen benutzte.
GANZ GROßER FEHLER!
Ich bin die Mutter und weiß was das Beste ist und ich hätte mir nicht reinreden lassen sollen. Das weiß ich nun und werde nur noch auf mein Bauchgefühl hören. Es gab keinerlei Grund für ein Stillhütchen und das bestätigte meine Hebamme am nächsten Tag nochmal.
Ich konnte nun auch mit dem Abpumpen aufhören, da er problemlos alle 3 Stunden an beiden Brüsten trank.
Obwohl er so gut und lange an der Brust trinkt, hat er sein Geburtsgewicht leider noch nicht erreicht. Der aktuelle Grund ist wohl, dass nicht genug Milch beim Trinken kommt, obwohl 20 Minuten pro Brust getrunken wird und ganz offensichtlich bis zum Ende auch Milch da ist. Nun bekomme ich Bockshornklee Kapseln, um die Milchproduktion zu steigern. Mache mir wieder Vorwürfe, warum meine Milch nicht mehr reicht. Ich muss in den kommenden Tagen mit Pre Nahrung zufüttern, denn das Wichtigste ist, dass der Kleine sein Geburtsgewicht erreicht und das kann nicht auf die Milchproduktion warten. Mein aktueller Stillablauf ist alle drei Stunden pro Brust 10 Minuten stillen und danach gibt es Pre Nahrung, um seinen Bedarf komplett sättigen zu können. Sobald ich wieder mehr Milch habe, kann ich auf die Pre Nahrung verzichten und er wird wieder vollgestillt. Ich versuche mir nicht so einen Druck zu machen und dumme Kommentare aus der Verwandtschaft zu ignorieren. Ich bin die Mutter und weiß was das Beste für mein Kind ist. Ich vertraue meiner Hebamme voll und ganz. Woher soll jemand wissen was gut für mein Kind ist, der es gar nicht wirklich kennt?
Stillen ist eine emotionale Achterbahn. Man ist glücklich, dass es klappt, möchte weinen vor Schmerz, wenn man den Kleinen an eine wunde Brustwarze anlegt und man macht sich Vorwürfe, wenn es nicht läuft. Als Mutter macht man sich eben immer Gedanken. Aber so schwer es auch fällt, man muss das Ganze lockerer sehen. Man gibt sein Bestes, egal ob Stillen, Zufüttern oder reine PreNahrung.
Ja, Stillen ist Liebe! Aber man liebt sein Kind nicht weniger, wenn man ihm eine Flasche gibt. Es ist nicht selbstverständlich, dass Stillen funktioniert und die Gesellschaft sollte aufhören Müttern ein schlechtes Gefühl zu geben, wenn sie nicht stillen wollen oder eben können.
EDIT 02.05.2018: In dem Video gibt es ein Update zu meiner aktuellen Still und Zufütter Routine
wir haben es tatsächlich in die 39. Schwangerschaftswoche geschafft und noch immer gibt es keine Anzeichen für eine baldige Geburt. Der kleine Babybär macht es ganz schön spannend und scheint den großen Auftritt zu lieben.
Ich habe es endlich geschafft die Baby Roomtour für meinen YouTube Kanal zu drehen und möchte euch hier zusätzlich ein paar Bilder zeigen und Tipps geben, wie man bei der Kinderzimmer Einrichtung etwas sparen kann. Man muss nicht immer die teuren Kinderzimmer aus dem Katalog kaufen, um ein schönes und gemütliches Zimmer einzurichten. In unserem Fall für einen kleinen Jungen, aber die Tipps gelten auch für Mädchen.
Schaut euch gern das Video an für einen besseren Überblick :)
1. Nach gebrauchten Möbeln bei Ebay Kleinanzeigen schauen.
Wir haben unser Babybett und das Beistellbett bei Kleinanzeigen gekauft. Dabei ging es hauptsächlich um die Matratzen, da diese von Träumeland sind und dabei waren. So haben wir beispielsweise für Bett+Matratze so viel bezahlt, wie den Neupreis vom IKEA Bett selbst. Hat sich also gelohnt. Natürlich muss man sich den Zustand der Sachen gut angucken und den Haushalt wo es herkommt. Unsere Matratze sah aus wie neu, da das Kind immer mit im Familienbett geschlafen hat. Jackpot :) Außerdem kann man immer noch ein wenig Handeln, da hat bis jetzt keiner komisch reagiert.
Alvi Mäxchen - mehr braucht ein Baby nicht im Bett.
Unser Kleiner schläft im Beistellbett. Da das Kinderzimmer aber so kahl aussah, haben wir das "große" Bett schon hergerichtet. Falls euer Kind im eigenen Bett schläft, solltet ihr Nestchen, Bettwäsche, Stofftiere und Himmel entfernen. Das hat am Anfang noch nichts im Babybett zu suchen und erhöht das Risiko auf plötzlichen Kindstod.
Diese süße Krabbeldecke war ein Geschenk von meiner Mama. Sie ist gut gepolstert und hat viele schöne Details.
(Kliniktasche steht immer noch bereit ;) )
2. Normale Möbel umfunktionieren
Wir haben uns für eine 4er-Malm Kommode entschieden und einen extra Wickelaufsatz gekauft. So können wir die Kommode nach der Wickelzeit weiterverwenden, da sie optisch auch gut zum Rest der Wohnung passt. Mir haben die meisten Wickelkommoden nicht gefallen und sie haben sehr viel Platz weggenommen, dadurch, dass sie extrem tief waren. So haben wir eine gute und günstige Lösung gefunden. Durch die geräumigen Schubladen sparen wir uns zusätzlich den Kleiderschrank. Den braucht man anfangs sowieso nicht und ich möchte lieber einen Kleiderschrank kaufen, der zu dem späteren Kinderzimmer passt, wenn er älter ist.
Daneben steht das Kallax Regal mit verschiedenen Einsätzen. Dort ist momentan nur Krimskram verstaut und bietet genug Platz für Stofftiere, Decken, etc. Lauter Sachen, die man nicht alle auf einmal benötigt.
Lightbox - Depot
Kissen - IKEA
3. Vorhandene Deko zweckentfremden
Ich finde es teilweise schwierig schöne und günstige Babyzimmer Deko zu finden. Vieles habe ich einfach von mir zweckentfremdet. Karten, Lichterketten und eine Lightbox machen sich auch im Kinderzimmer gut. Das meiste hat man sowieso schon irgendwo zuhause.
4. Man braucht nicht alles
Babykosterwärmer, Sterilisator, ... man muss nicht alles kaufen und kann sich selbst helfen. Flaschen abkochen, Milchflasche im Topf erwärmen... Geht alles genauso gut. Eine Milchpumpe kann man auch später noch kaufen oder sich auf Rezept vom Arzt geben lassen. Eine Trage muss man nicht kaufen, solange man nicht weiß, ob das Baby überhaupt ein Tragekind ist.
5. Heizstrahler Ersatz
Man kann anstelle eines Heizstrahlers auch eine Infrarotlampe kaufen. Diese hat die Größe E27 und passt in fast alle Fassungen. Ich sage deshalb fast, weil wir natürlich erstmal die falsche Fassung gekauft haben :D Kleiner Tipp: die IKEA Hektar zum Klemmen hat die falsche Größe :D :D Bei den Infrarotlampen gibt es verschiedene Winkel der Ausstrahlung. Sucht euch eine passende Winkelgröße heraus und schaut, dass sie nicht auf das Köpfchen ausgerichtet ist. Der Tipp kommt übrigens von verschiedenen Hebammen und ich habe mir das nicht ausgedacht ;)
6. In besondere Dekoobjekte investieren
Ich habe mir 2-3 Teile ausgesucht, die etwas teurer waren, aber den Charme im Kinderzimmer versprühen. Beispielsweise die Mondlampe und Wandsticker oben. Die waren zwar teuer, aber machen den Raum zu etwas Besonderem und werten alles andere optisch auf. Mir hätte eine IKEA Plastiklampe einfach nicht gefallen.
Der Hase ist eine Spieluhr, die ich in einem Instagram Shop gekauft habe. Sie ist selbstgemacht und spielt die Melodie von Forrest Gump.
7. Selbst kreativ werden und drauf los basteln.
Ich bin absolut nicht begabt was sowas angeht, aber ich habe mit aller Liebe ein Mobile für unseren Schatz genäht. Dieses hängt überm Wickeltisch (außer Reichweite) und gibt dem Wickelplatz den letzten Schliff. ich habe mich natürlich für Eisbären entschieden, da wir ja ein Polarzimmer haben :) Es ist nicht annähernd perfekt geworden, aber es steckt ganz viel Liebe darin. Die Kosten waren unter 30€ und ich habe noch genug Filz und Füllwatte übrig um in Zukunft noch weitere Sachen zu nähen. Auf jeden fall möchte ich noch eine Wimpelkette daraus machen und eventuell noch ein Stofftier.
Die blau-weiße Decke hat meine Oma gemacht. Sie ist ganz kuschelig weich und wunderschön. Definitiv ein Unikat, dass ich mein Leben lang aufheben werde. Fragt doch mal eure Muttis und Omas, ob sie Lust haben etwas für den Nachwuchs zu machen.
Bild - Desenio
8. Mamakreisel, Babyflohmärkte und Co.
Nicht der neueste Tipp, aber trotzdem soll er erwähnt werden. Bei Mamakreisel gibt es viele Sachen, die wie neu sind, beispielsweise das Angelcare, was neu gerne mal 180€ kostet. Wir haben unseres dort günstig gekauft. Ich selbst bin kein fan mir Sachen auf dem Flohmarkt zu kaufen. Bei Babies macht es aber durchaus Sinn, da sie so schnell wachsen und viele Sachen vom Flohmarkt noch wie neu sind. Auch Möbel und Spielsachen kann man dort gut erstehen.
Wie gefällt euch unser Babyzimmer? Habt ihr noch weitere Tipps wie man bei der Einrichtung sparen kann?
passend zum Dickbauchdienstag gibt es heute ein neues Schwangerschaftsupdate von mir. Ich kann immer noch nicht ganz glauben, dass ich jetzt in der 37. SSW bin. Der Nestbautrieb hat neue Dimensionen angenommen und so ziemlich alle Paketdienste kennen mich persönlich und fragen bei jedem Klingeln wie es dem Baby und mir geht. Ach, schwanger sein ist wirklich schön. Aber jeden Tag fällt einem was neues an, das man gebrauchen könnte. Oder eben auch nicht braucht.
Die letzten Wochen waren von starker Müdigkeit geprägt. Ich konnte kaum schlafen und wenn dann sehr unruhig. Ich war sehr schnell erschöpft und kam öfters an meine Grenzen. Mein Bauch mag zwar klein sein, aber auch er wird immer schwerer für mich. Ich kann nicht mehr so gut sitzen und liegen ist auch nicht mehr so richtig bequem. IN SSW34 hatte ich wieder einen Ultraschall bei meinem Arzt. Unser Babybär war zu dem Zeitpunkt 2345g schwer und 50cm groß. Groß und schlank also. Ganz schön groß, wie ich finde :) Aber ich war bei der Geburt auch 51cm lang und hatte 2700g. Sein Papa war noch größer, also kommt er einfach ganz nach uns.
In der gleichen Woche hatten wir außerdem unseren Termin zur Geburtsanmeldung im KH. Es war wirklich sehr informativ und wir konnten all unsere Fragen stellen. Viele haben mir bei Instagram geschrieben, dass ihr Termin nicht so informativ war und recht schnell ging. Wir waren 2 Stunden dort. Ich kann euch hier nur den Tipp geben eure Fragen vorher zu sammeln und einfach drauf los zu fragen. Wenn ihr keine Fragen stellt, wird euch keiner viel erzählen, da sie davon ausgehen, dass ihr Bescheid wisst. Also keine Scheu und einfach machen.
In SSW35 hatte ich einen Tag lang starke Senkwehen. Mir tat es tatsächlich weh und ich hatte einen kurzen Panikanfall, wie ich eine Geburt überstehen soll, wenn ich bei Senkwehen schon so viel jammere. Nach einer unruhigen Nacht war dann aber wieder alles überstanden und mein Bauch tatsächlich gesunken.
Letzte Woche hatte ich bereits meinen letzten Versorger Termin bei meiner Hebamme und mein CTG war wie immer unauffällig. Der Kleine hat die meiste Zeit dabei geschlummert und wurde erst in den letzten Minuten aktiv. Sie hat mich auf meinen abgesenkten Bauch aufmerksam gemacht und das hat mich total gefreut. Es war also nicht nur Einbildung, sondern wirklich Senkwehen gewesen. Nach dem abtasten hat sie auch noch bestätigt, dass unser Kleiner ziemlich lang ist. Er hat einen langen Rücken und liegt schon sehr weit und fest unten. Leider ist das kein Garant für eine baldige Geburt.
Dann war auch noch der Streptokokken Test dran. Ich wurde negativ getestet und muss vor der Geburt also keine Antibiotika nehmen. Das freut mich natürlich, aber es wäre für mich auch kein Drama gewesen, wenn es anders gekommen wäre. Die Diskussionen über falsche Testergebnisse und das Antibiotikum sind mir völlig fremd und als ich damit per Instagram konfrontiert wurde, konnte ich nur den Kopf schütteln. Auch hier kann ich raten: Lasst euch nicht von anderen verunsichern, die selbst nur ein gefährliches Halbwissen haben. Hört auf euren Arzt und Hebamme. Und haltet euch bloß fern von diesen furchtbaren Internetforen!
Zum Thema Gewicht kann ich endlich was Neues berichten. Insgesamt habe ich nun 8,4kg in der Schwangerschaft zugenommen.
Nächste Woche ist mein letzter Vorsorgetermin bei meinem Frauenarzt. Ich bin gespannt was der Kleine wiegt und ob er noch länger geworden ist :) Ich möchte natürlich, dass er gesunde 3,5kg wiegt, aber das kann ich ja leider nicht beeinflussen.
Übrigens glauben alle, dass er früher kommt als geplant. Das wäre natürlich schön, aber er soll sich bitte die Zeit nehmen, die er braucht. Er ist fleißig am Strecken und versucht sich vergebens Platz zu machen. Ich kann mir gut vorstellen, dass es ihm bald zu eng ist und er die Welt lieber von außen erkunden möchte. So oder so; wir sind vorbereitet und freuen uns auf dich!
Was glaubt ihr, wann er kommt? Vor oder nach dem ET?
heute möchte ich endlich mit euch eine wundervolle Nachricht teilen und zwar meine Schwangerschaft! Ich habe lange überlegt, wie und vor allem was ich alles dazu schreiben soll und habe mich nun entschieden, einfach drauflos zu schreiben. Da kommt meistens das Richtige bei raus. Ich bin momentan in der 18. Woche und im 2. Trimester. Die Zeit vergeht im Flug und ich kann es immer noch nicht ganz glauben, dass ein kleines Wesen in mir heranwächst. Das ist so ein unglaubliches Gefühl, dass mir dafür die Worte fehlen.
Erstmal möchte ich euch erzählen, wie ich davon erfahren habe, geplant war dieses kleine Wunder nämlich nicht. Schon vor dem Ausbleiben der Periode ging es mir nicht sonderlich gut. Ich hatte starke Kreislaufbeschwerden und habe mich dauerhaft schlapp gefühlt. Irgendwie hatte ich ein komisches Gefühl und habe mir einen Schwangerschaftsfrüherkennungstest gekauft, gemacht, negativ! Damit war meine Sorge vorbei und ich spürte innerlich sogar ein klein wenig Enttäuschung.
Da es mit meinem Kreislauf nicht besser wurde, ging ich die Woche darauf zu meinem Hausarzt um mich durchchecken zu lassen. Seine erste Frage war natürlich:
"Könnten Sie schwanger sein?"
Einige Tests später, Urinprobe am nächsten Tag abgegeben, kamen dann schon die Worte, die mein Leben komplett geändert haben:
"Herzlichen Glückwunsch, Sie sind schwanger!"
Wow... Ehrlicherweise war ich nicht wirklich glücklich und die nächsten Wochen war ich immer wieder hin und hergerissen zwischen Freude und Trauer. Ich bin ein Planungsmensch, Organisationsfreak um genauer zu sein, und darauf war ich nicht vorbereitet. Ich war einige Wochen so ganz und gar nicht die strahlende überglückliche Schwangere, wie man sie in allen Medien sieht. Die Hormone taten ihr übriges und ich war nicht mehr ich selbst. Während mein Partner nach der ersten Überraschung sich ziemlich schnell gefreut hat, hat sich in mir die Angst immer mehr verbreitet. Ich wollte mein Leben nicht ändern, mein Karriere nicht verlieren und konnte es mir auf einmal gar nicht mehr vorstellen Mama zu sein. Ich will ganz ehrlich mit euch sein. Man muss die Angst einfach überwinden. Man bekommt alles irgendwie hin. Aber das muss einem erstmal selbst klar werden.
Und wie ihr an dem Bild sehen könnt, bekommen wir Mitte März unseren kleinen Prinzen. Das haben wir erst am Montag beim Arzt erfahren. Ich könnte nicht glücklicher sein und freue mich so sehr. Ich bin jetzt eine von diesen Schwangeren, die nicht aufhören kann zu strahlen, wenn es um das Baby geht. Wenn man ungeplant schwanger ist, sind Zweifel und Angst ganz normal. Das macht einen nicht zu einem schlechten Menschen. Spätestens, wenn man den kleinen Wurm das erste Mal im Ultraschall sieht, sind alle Zweifel verpufft. Das kleine Herzchen zum ersten Mal schlagen zu hören, ist das schönste auf der ganzen Welt.
Soviel zu meiner Geschichte. Jetzt möchte ich euch ein kleines Update aus meinem ersten Trimester geben. Also ich habe recht früh in der 4. SSW erfahren, dass ich schwanger bin. Viele Frauen erfahren es erst wesentlich später. Mir ging es relativ gut in dem ersten Trimester. Ich hatte zwar Kreislaufprobleme und war immer hundemüde und erschöpft, aber die Übelkeit blieb aus. Naja okay, übel war mir schon, ohne Frühstück das Haus verlassen, ging auf einmal nicht mehr. Rückwärts Bus fahren war auch keine gute Idee mehr. Aber ich musste nicht spucken und somit ging es mir schon besser als vielen anderen Frauen. Ich bin oft morgens aufgewacht und hatte direkt Riesen Hunger. Ich hatte anfangs immer Heißhunger auf was Erfrischendes wie Obst, Smoothies und Wassereis. Und ich konnte nicht mehr viel Fleisch essen, obwohl ich gutes Fleisch liebe! Das hält übrigens immer noch an. Ich war sehr geruchsempfindlich und habe Dinge gerochen, die andere nicht wahrnehmen konnten. Auf der Arbeit konnte ich erkennen, wer vor mir in dem Fahrstuhl gefahren ist, anhand des Geruchs. Verrückt.
Natürlich musste ich auch viel mehr Pipi als zuvor :D Hatte öfters Kopfschmerzen und Zahnfleischbluten. Außerdem habe ich mich sehr schnell gelangweilt. Ich brauchte sehr viel Abwechslung und ging meinem Freund sehr schnell auf die Nerven, wenn wir mehr als 2 Folgen einer Serie geguckt haben. Der Arme musste ganz schön viel mitmachen, denn ich war sehr schnell von Geräuschen genervt und manchmal wirklich ohne Grund zickig. Hut ab, dass er noch nicht geflüchtet ist :D Was nicht so schön war, sind die Unterleibsschmerzen und die ständige Angst, es könnte noch was schiefgehen, da die ersten 12 Wochen noch sehr unsicher sind.
Was euch auch och interessieren könnte, ist das Gewicht. Ich habe im 1. Trimester knapp 1kg zugenommen. Hält sich also noch völlig in Maßen. Ich habe das Gefühl, dass meine Hüfte breiter geworden ist und mein Bauch ist wenig gewachsen. Erst im 2. Trimester ging es los, aber dazu in dem nächsten Trimester Update mehr. Mir bleiben ja auch noch einige Tage bis es soweit ist.
Ich hoffe der Beitrag hat euch gefallen. Habt ihr Interesse an Schwangerschaftsthemen?